(von links nach rechts) Philipp Wagner (untere Naturschutzbehörde Mühldorf), Michael Kierner (SPARDA Bank München), Matthias Nirschl (untere Naturschutzbehörde Mühldorf) an einem Toteiskessel.

[Amtlicher Beitrag] SPARDA Bank München unterstützt das Naturschutzprojekt „Schätze der Eiszeitlandschaft“ des Landkreis Mühldorf a. Inn – Wertvolle Flächen für Mensch und bedrohte Arten optimiert

Die eiszeitlich geprägte Landschaft zwischen Haag i. OB und Wasserburg a. Inn bekommt weitere Unterstützung für den Naturschutz: Die Sparda-Bank München fördert das Projekt „Schätze der Eiszeitlandschaft“ des Landkreises Mühldorf a. Inn mit 4.700 Euro. Ziel des Projekts ist es, wertvolle Flächen für Menschen und bedrohte Tier- und Pflanzenarten zu erhalten und zu entwickeln.

Die Region entstand vor rund 20.000 Jahren während der letzten Eiszeit. Der Inn-Chiemsee-Gletscher hinterließ hier eine vielschichtige Landschaft, die von Moränenbögen und sogenannten Toteiskesseln geprägt ist. Letztere entstanden aus Eisblöcken, welche vom Gletscher mit Geröll überschottert wurden und nach der Eiszeit langsam abschmolzen. Hierbei sackte das Gelände nach und hinterließ kleine kreisrunde Weiher bis hin zu großen Seen in unserer Landschaft.

Viele dieser Gewässer gingen im Laufe der Jahrhunderte durch Landnutzung wie Verfüllung oder Trockenlegung verloren oder wurden stark beeinträchtigt. Deswegen gilt es noch vorhandene Flächen als wichtigen Rückzugsort für seltene und gefährdete Tier- und Pflanzenarten zu erhalten und zu entwickeln.

„Das Landratsamt Rosenheim und Mühldorf a. Inn widmen sich seit 2019 gemeinschaftlich dieser Aufgabe im BayernNetzNaturprojekt „Schätze der Eiszeitlandschaft““, berichtet Matthias Nirschl Biodiversitätsberater des Landratsamt Mühldorf a. Inn. „Seitdem konnten alleine in Mühldorf a. Inn über 80 Einzelflächen vom kleinen Tümpel bis zum größeren Niedermoor verbessert werden“.

Ende 2025 konnten durch die finanzielle Unterstützung von 4.700 € durch den Gewinnsparverein der Sparda-Bank München e.V. im Großhaager Forst westlich von Maitenbeth und im Schachenwald westlich von Haag sieben weitere Toteiskessel durch Entlandung optimiert sowie ein entwässertes Niedermoor am sogenannten Römergraben im Großhaager Forst in Teilen wieder vernässt werden.

„Durch die Maßnahmen werden neben wertvollen Lebensräumen für den stark bedrohten Kammmolch auch die Klimaschutz- und Wasserrückhaltefunktion von Niedermooren gefördert“, teilt Philipp Wagner von der unteren Naturschutzbehörde Mühldorf a. Inn mit.

„Uns freut es, das wird durch unser „Gewinn-Sparen“ ein so wichtiges regionales Naturschutzprojekt mit so vielfältigen Leistungen für Natur und Menschen unterstützen können“, berichtet Michael Kierner von der Sparda-Bank München eG.

Weitere Informationen zur Entstehung der eiszeitlichen Landschaft, zu den Arten und Lebensräumen sowie zu den Maßnahmen des Projekts finden Interessierte unter www.schaetze-der-eiszeitlandschaft.de

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